Vietnam und Kambodscha 2017

Freitag, 03.03.2017 – Anreise nach Hanoi

Wieder einmal stehen wir unter der großen Uhr am Bahnsteig des Bad Staffelsteiner Bahnhofes – unser obligatorisches Bild zum Start eines neuen Urlaubes. Diesmal soll es nach Vietnam und Kambodscha gehen, wir fahren um 6.56 Uhr mit dem Zug über Würzburg nach Frankfurt. Leider kommen wir etwas verspätet in Würzburg an, so dass wir unseren IC-Anschlusszug nicht mehr erreichen – er fährt uns sprichwörtlich vor der Nase weg. Aufgrund der Verspätung wird aber problemlos die Zugbindung für unser Sparticket aufgehoben, wir nehmen den nächsten ICE nach Frankfurt und kommen so nur eine halbe Stunde später im Flughafen Frankfurt an. Unser Gepäck geben wir direkt beim Airrail auf und können so unbeschwert noch durch den Flughafen mit seinen Duty-free-Shops bummeln. Bereits um 12.55 Uhr müssen wir am Gate sein, denn da wir mit der Boeing 787 – Dreamliner fliegen, dauert es ganz schön lange bis alle Passagiere ihren Platz eingenommen haben und der ursprünglich geplante Abflug um 13.55 Uhr verschiebt sich sogar noch etwas. Der Flug selbst verläuft unkompliziert und ruhig, nur leider können wir aufgrund der Uhrzeit wenig bzw. fast gar nicht schlafen.

Samstag, 04.03.2017 – Hanoi

Insgesamt 10,5 Stunden sind wir unterwegs und kommen um 6.05 Uhr Ortszeit in Hanoi an. Da wir unser Visa schon im Voraus über die Botschaft beantragt und erhalten haben, kommen wir sehr schnell durch die Passkontrolle. Leider müssen wir allerdings sehr lange auf unsere Koffer warten. Endlich ist es soweit und wir verlassen das Flughafengebäude, um den Shuttlebus von Vietnam Airlines in die Stadt zu nehmen, an Ort und Stelle müssen wir allerdings erfahren, dass dieser um diese Uhrzeit noch nicht fährt. Also nehmen wir den Expressbus in die Stadt, das letzte Stück des Weges legen wir zu Fuß zurück. Leider sind hier in Hanoi die Gehwege immer wieder zugeparkt mit Rollern, dem hier vorherrschenden Hauptverkehrsmittel, und es ist ganz schön beschwerlich mit den Koffern immer wieder auf die Straße ausweichen zu müssen. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft und erreichen unser Hotel Sunline nahe des Hoan Kiem Sees. Glücklicherweise profitieren wir hier vom Early Check in und können unser Zimmer schon beziehen.

Danach machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden und beginnen mit dem Hoan Kiem See. Am heutigen Samstag findet dort ein Aktionstag zum Thema ¨Spiele von früher¨ statt, ganz viele Familien mit Kindern und  auch viele Jugendliche haben sich dort eingefunden. Wir beobachten das Treiben in einem der Cafés am Straßenrand. Wie in Vietnam üblich sitzen wir auf den kleinen Plastikstühlen und probieren die vietnamesichen Kaffeespezialitäten Ca phe sua da (starker Kaffee mit süßer Kondensmilch und Eiswürfeln) und Ca phe sua chua (mit Joghurt).

Anschließend begeben wir uns zum Wasserpuppentheater, um unsere Tickets zu organisieren, diese waren nicht übers Internet vorzubestellen. Leider sind für heute schon alle Vorstellungen ausverkauft und die späte Abendvorstellung am Montag findet überhaupt nicht statt – das ist für uns sehr ärgerlich, ich hätte mir diese Attraktion sehr gerne angesehen.

Wir laufen Richtung Altstadt und gelangen in das Gewirr der ¨36 Gassen¨. Jede dieser Gassen ist einer eigenen Zunft gewidmet, so gibt es die Straße der Schuhe, wo sich alle Schuhhändler versammeln oder die Straße der Silberwaren, usw. Heutzutage müssten allerdings einige Straßen umbenannt werden, weil man dort nur Souveniers, Seidenwaren oder nachgemachte Markenkleidung für Touristen finden kann. Wir laufen hoch bis zu einem Großmarkt, von da aus kommen wir in eine ganz enge Gasse mit vielen verschiedenen Essensangeboten und probieren unser allererstes vietnamesisches Streetfood. Walter traut sich sogar an einen Wurm….

Unser nächstes Ziel ist der Ho Chi Min Mausoleum-Komplex, allerdings verzichten wir auf einen Besuch des dort befindlichen gläsernen Sarkophages. Nebenan ist gleich die Ein-Säulen-Pagode zu bestaunen, danach reicht es uns aber mit dem Fußmarsch und wir lassen uns mit einer Fahrradrikscha zum See zurücktransportieren. Auf dem Balkon der Legend Beer Bar schauen wir dem geschäftigen Treiben und dem Verkehrswirrwarr mit dem ständigen Hupen der unzähligen Mopeds und Autos zu.

Für heute haben wir genug, der fehlende Schlaf der letzten Nacht macht sich nun doch sehr bemerkbar und wir laufen zurück zu unserem Hotel.

Sonntag, 05.03.2017 – Halong Bucht

Beim Frühstück in unserem Hotel probieren wir zum ersten Mal eines der vietnamesischen Nationalgerichte, die Pho. Es handelt sich dabei um eine Nudelsuppe mit Rindfleischbrühe, die traditionell zum Frühstück gereicht wird. Wie bei allen Gerichten wird sie mit jeder Menge frischer Kräuter angereichert und schmeckt sehr lecker. Um kurz nach 8 Uhr werden wir von unserem Fahrer des Hanoi Luxury Vans abgeholt. Wir können die 3,5 stündige Fahrt in den sehr bequemen Ledersitzen ganz alleine genießen. Um 12 Uhr erreichen wir  die Halong Bay Wharf und besteigen unser Schiff, die Glory Legend, die insgesamt 12 Kabinen hat. Nach einer Sicherheitseinweisung geht es schon los, bei einem Lunch tuckern wir durch die Halong Bucht. Leider fehlt ein wenig der Sonnenschein, es ist recht trüb, aber immerhin regnet es nicht. Unser erster Stop ist an der Sung Sot Cave, eine der größten Höhlen in der Halong Bucht. Über 100 Stufen geht es zum Eingang hoch, dann durchlaufen wir mehrere Räume mit großen Stalagtiten und Stalagmiten. Mit dem Tenderboot geht es zum nächsten Halt, dem Tritopbeach. Hier könnte man zu einem Aussichtspunkt hochlaufen, angesichts des trüben Wetters mit schlechter Sicht verzichten wir darauf und machen es uns lieber am Strand gemütlich.

Zurück an Bord findet eine Cooking Class statt, wir lernen wie man die vietnamesischen Frühlingsrollen richtig formt und dürfen sie dann natürlich auch probieren. Mit einem Happy Hour-Cocktail in der Hand genießen wir die weitere Fahrt durch die Bucht und bestaunen die zahlreichen Inseln mit üppiger Vegetation. Um 19.30 Uhr werden wir zum Dinner gerufen, ein mehrgängiges Essen mit zahlreichen vietnamesischen Köstlichkeiten erwartet uns. Zahlreiche Boote ankern hier, beim Blick rundherum meint man fast, man wäre in einer Stadt und nicht mitten auf dem Wasser.

Montag, 06.03.2017 – Halong Bucht und Streetfood-Tour in Hanoi

Auf die angebotene Tai Chi-Stunde früh um 6.00 Uhr verzichten wir aus faulheitstechnischen Gründen und beginnen den Tag erst um 7.00 Uhr mit dem Frühstück. Danach fahren wir zur Luon Cave, welche wir mit Bambusbooten der Einheimischen besichtigen. Zurück an Bord ist es schon Zeit zum Auschecken und Bezahlen der Bordrechnung, danach gibt es noch ein kleines frühes Mittagessen. Kurz vor 12 Uhr sind wir wieder zurück am Pier, unser Fahrer mit seinem herrlichen Van erwartet uns schon und bringt uns wieder zurück nach Hanoi. Da wir bereits um 15.30 Uhr wieder bei unserem Hotel ankommen, gehen wir noch einmal beim Wasserpuppentheater vorbei und haben tatsächlich Glück: Aufgrund von Absagen ergattern wir noch Karten für die Vorstellung um 16.10 Uhr – Glück gehabt!

Die Vorstellung dauert nur eine knappe Stunde und ist sehr nett anzusehen. Anschließend laufen wir noch ein wenig durch die Straßen und gehen zurück ins Hotel. Bereits um 18 Uhr werden wir schon wieder abgeholt, denn bei unserer gebuchten Halong Bucht-Tour war auch eine Streetfood-Tour mit inklusive. Unsere Führerin begleitet uns drei Stunden lang durch Hanoi und lässt uns die unterschiedlichsten Gerichte probieren, sogar ein Reisschnaps mit Schlange inside ist dabei. Einzig auf die angebotenen Eier mit ganzen, gekochten Vögeln darin verzichten wir… Nebenbei profitieren wir von der Erzählungen unserer Führerin und erfahren jede Menge über das vietnamesische Leben. Pappsatt beschließen wir den Abend bei einem Glas Wein bzw. Bier in einem Pub in der Nähe unseres Hotels.

Dienstag, 07.03.2017 – Weiterflug nach Hue

Für heute haben wir mal keinen Wecker gestellt, denn da unser Flug erst am Abend geht, haben wir Menge Zeit. Zudem regnet es und wir machen lange Frühstück und vertrödeln mehr oder weniger den Vormittag.

Um 12 Uhr müssen wir dann aber doch auschecken, wir lassen das Gepäck hier im Hotel und laufen Richtung Altstadt, um noch einmal durch die Märkte zu bummeln. Das Leben auf der Straße gefällt uns einfach besser als jeder Museumsbesuch. Auf dem Weg kommen wir an einem Spa vorbei und beschließen spontan, das schlechte Wetter auszunutzen und uns etwas verwöhnen zu lassen.  Die Zeit bis zum vereinbarten Termin um 15 Uhr vertreiben wir uns in der Altstadt, das Wetter wird jedoch immer trister und nasser und wir sind froh als es endlich Zeit ist für unser Verwöhnprogramm. Walter hat sich für eine Relaxing Massage entschieden, ich für ein Special Treatment für die Füße.  Dieses beinhaltet sowohl Fußmassage, auch mit Hot Stone, als auch Pediküre und als die 75 Minuten Behandlungszeit um sind, können sich ab sofort meine Füße nach den langen Wintermonaten nun auch wieder in Flipflops sehen lassen.

Nun ist es aber auch schon wieder Zeit, wir gehen zurück ins Hotel, um unser Gepäck zu holen, denn für 17.00 Uhr ist das Taxi bestellt. Der Fahrer quält sich durch den dichten Feierabendverkehr Hanois und kurzzeitig haben wir ein wenig Angst, unser Flugzeug nicht rechtzeitig zu erreichen,  denn durch irgendeine Umbuchung die uns nicht mitgeteilt wurde hat sich sowohl unsere Flugnummer geändert als auch die Abflugzeit um 30 Minuten nach vorne verschoben, das hatten wir erst heute morgen beim letzten Check mitbekommen.  Aber es geht alles gut, wir erreichen den Flughafen rechtzeitig und landen nach einer guten Stunde Flugzeit in Hue. Dort erwartet uns schon der Fahrer des Hotels, auch er war sich unsicher bez. der Flugnummer und fuhr deshalb zu beiden Ankunftszeiten zum Flughafen, um uns abzuholen. Im Hotel Orchid werden wir sehr freundlich empfangen, nach dem Check in  laufen wir noch durch das nächtliche Hue, welches sehr viel ruhiger ist als Hanoi.

Mittwoch, 08.03.2017 – Hue, die alte Kaiserstadt

Nach dem Frühstück machen wir uns auf, die alte Kaiserstadt und ehemalige Hauptstadt Vietnams zu erkunden. Zuerst steuern wir die Zitadelle mit dem alten Kaiserpalast und der verbotenen Stadt an. Vom Parfümfluss kommend betreten wir das Gelände durch das Mittagstor und gelangen zur Halle der höchsten Harmonie mit dem kaiserlichen Thron. Die meisten der Gebäude wurden im Vietnamkrieg zerstört, da es sich hier um ein UNESCO-Weltkulturerbe handelt, wird nach und nach alles wieder aufwendig restauriert bzw. neu aufgebaut. Als wir das Gebiet verlassen ist es schon mittags und wir laufen zurück zu den Anlegestellen am Parfümfluss, von wo aus die bunten Drachenboote abfahren. Wie wollen noch ein weiteres Weltkulturerbe-Monument erkunden, die Thien Mu Pagode, diese steht rund 4 km flussaufwärts. Wir müssen ein wenig warten, bis das nächste Drachenboot abfährt, die Fahrt selbst dauert rund 40 Minuten. Bei der Pagode haben wir eine Stunde Zeit, wir gehen zuerst die steile Treppe hinauf zur Pagode und erkunden auch das Gelände rundherum, wo sich heute ein Kloster befindet. In einer Garage ist ein Auto zu sehen, mit dem ein Mönch im Juni 1963 nach Saigon fuhr, um sich auf offener Straße aus Protest gegen das damals herrschende Regime selbst zu verbrennen. Die Bilder mit dem Auto gingen damals um die ganze Welt.

Um 16 Uhr fahren wir zurück nach Hue, für einen Besuch der Kaisergräber ist es jetzt zu spät, aber wir hatten das ohnehin nicht unbedingt eingeplant. Also laufen wir noch ein wenig durch die Stadt, bis wir zu dem von uns im Voraus ausgesuchten Lokal für das heutige Abendessen kommen. Das Family Home Restaurant liegt versteckt in einer kleinen Seitengasse und sieht von außen sehr unscheinbar aus. Allerdings stimmen die vielen guten Bewertungen aus dem Web, das Essen schmeckt fantastisch und günstig ist es obendrein. Ein Unikum ist die Toilette, wenn man diese aufsuchen möchte, muss man zuerst durch die komplette Küche (die allerdings nicht sehr groß ist) gehen.

Danach bummeln wir weiter durch die Straßen in Richtung unseres Hotels, welch Pech, dass zwei Häuser neben unserem Hotel noch die Happy Hour für Mojito läuft 😉

Donnerstag, 09.03.2017 – Von Hue nach Hoi An

Heute heißt es wieder früh aufstehen, denn bereits um 9.00 Uhr kommt der Fahrer für unseren Transfer nach Hoi An. Nach der Verabschiedung vom überaus freundlichen Personal des Orchid Hotels fahren wir zuerst zum Lang Co Beach und halten dort für eine Kaffeepause mit einem Ca phe sua, der typisch vietnamesiche Kaffee mit gesüßter Kondensmilch. Danach geht es auf dem Hai Van Pass, auch genannt Wolkenpass – und er macht seinen Namen alle Ehre. Er gilt als Wetterscheide vom Norden zum Süden, und das sieht man hier auch sehr deutlich, wenn man oben auf der Spitze steht. Vom Norden her wabern die Wolken dem Gipfel entgegen, im Süden Richtung Hoi An scheint die Sonne. Wir fahren nun bis zu den Marble Mountains, fünf Berge, in denen Marmor abgebaut wird. Diese verkehrsgünstig gelegene Anziehungspunkt wird auch entsprechend ausgeschlachtet, hier kann man bei zahllosen Ständen vom Happy Buddha bis zur modernen Gartenskulptur alles Mögliche aus Marmor kaufen. Unsere Koffer sind schon vollgepackt genug, wir verzichten also und unser Fahrer bringt uns nach Hoi An in unser Hotel. Nach dem Check in erkunden wir zuerst die Anlage – hoppla, im Spa gibt es aufgrund des gestrigen Weltfrauentages noch 40% Rabatt – und schon war die Sabine weg. 😉

Am späten Nachmittag fahren wir mit dem Shuttlebus des Hotels in die Innenstadt Hoi Ans. Diese steht ebenfalls unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes und mutet an wie ein Freilichtmuseum. In der gesamten Innenstadt sind schön restaurierte Häuser zu sehen und vor allem: Überall hängen wunderschöne bunte Seidenlaternen, die allesamt eingeschaltet werden, als es dunkel wird. Auf sonstige Straßenbeleuchtung wird verzichtet, auch dürfen weder Autos noch Mopeds in der Innenstadt fahren. Auf dem Fluss fahren unzählige beleuchtete Boote, man sieht etliche Hochzeitspaare beim Fotoshooting, es herrscht eine sehr romantische, heimelige Atmosphäre. Für die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten müssten wir ein ¨Hoi An Old Town Ticket¨ kaufen, das heben wir uns auf morgen auf, wenn wir mehr Zeit haben. Für heute reicht es uns und wir fahren mit dem Taxi zum Hotel zurück, um im benachbarten Restaurant ¨Tintin¨ – ebenfalls ein Tipp aus dem Internet – ganz vorzüglich und preisgünstig zu Abend zu essen.

Freitag, 10.03.2017 – Hoi An

Wir lassen es heute ruhig angehen, zum Einen, weil meine Verdauung am Morgen leicht überreagiert, zum Anderen weil wir einfach einmal ausspannen möchten. Nach dem dritten Toilettengang nehme ich eine Tablette, dann ist der Spuk gottseidank auch schon vorüber. Wir bleiben dennoch bis zum späten Nachmittag am Pool und gehen erst später in die Stadt. Abends ist es in Hoi An einfach am schönsten, wenn die unzähligen Laternen leuchten. Heute laufen wir auch über die Brücke hinüber zum Night Market und werden natürlich auch wieder fündig. Bei einem lustigen Verkäufer finden wir Essstäbchen in rosa ;-). Beim langen Verhandeln zeigt er auf Walters Bauch und meint „Happy Buddha¨.

Danach essen wir eine Kleinigkeit, laufen noch ein wenig umher und schauen uns auch die Japanische Brücke an. Als wir genug haben, fahren wir mit einem Taxi zurück und besuchen noch einmal unser Nachbarrestaurant Tintin.

Samstag, 11.03.2017 – Flug nach Siam Reap

Auch heute genießen wir noch einmal den Pool. Um 12.00 Uhr müssen wir zwar auschecken, können unser Gepäck aber einlagern und bleiben noch am Pool. Für 15.00 Uhr haben wir das Taxi zum Flughafen bestellt, es kommt auch pünktlich, für die Fahrt zum Flughafen Danang benötigen wir 40 Minuten und sind so rechtzeitig zwei Stunden vor Abflug da. Alles verläuft reibungslos, unser Flug startet um 18.00 Uhr.

Kurz vor Landung werden die Einreisezettel ausgeteilt und wir werden gerade so fertig mit Ausfüllen. Für Kambodscha haben wir vorab kein Visa beantragt, müssen also das Visa on Arrival-Procedere durchlaufen. Zuerst einmal stellen wir uns in der langen Schlange an, es geht zwar sehr zügig vorwärts, allerdings erfahren wir als wir vorne sind, dass wir zusätzlich zu den beiden bereits im Flugzeug ausgefüllten noch ein weiteres Formular benötigen. Okay, machen wir doch gerne ;-), dann stehen wir erneut in der Schlange. Vorne angekommen überreichen wir dem Beamten unseren Pass, die drei Formulare, ein Passbild sowie 30 Dollar in bar – dann dürfen wir uns 10 m weiter links in die nächste Schlange einreihen. Ca. 12 Beamte sind nun an einer langen Theke damit beschäftigt, unseren Visaantrag zu bearbeiten – dann endlich halten wir unseren Pass wieder in den Händen und dürfen uns in der Einreiseschlange anstellen. Das ganze Procedere hat nicht sehr lange gedauert – da unser Flugzeug etwas Flugzeit eingespart hat, sind wir jetzt ganz genau im Timing. Bei der Einreise wird noch ein Foto gemacht sowie alle Fingerabdrücke genommen, dann kommen wir endlich zum Kofferband. Hier kreiseln schon unsere Gepäckstücke und wir können den Flughafen verlassen – trotz Visa on Arrival in sehr kurzer Zeit. Draußen erwartet uns schon unser Fahrer vom Hotel, der uns mit einem motorbetriebenen Tuktuk – also Moped mit einer Anhängerkupplung auf dem Sitz, das ein Tuktuk zieht – abholt. Ca. 30 Minuten dauert die Fahrt bis zu unserem Hotel Spring Palace, ein eher kleines Hotel etwas außerhalb vom Stadtzentrum. Es ist jetzt am Abend immer noch sehr warm und die Luft sehr dreckig – wir sind froh als wir im Hotel ankommen und unseren Welcome Drink erhalten.

Nach dem Check in zieht es uns nicht mehr in die Stadt, wir lassen uns in der Hotelbar nieder und planen die nächsten Tage. Ursprünglich wollten wir ein Drei-Tages-Ticket für Angkor Wat erwerben, da sich aber die Preise seit 01.02.2017 für ein Tagesticket von 20 auf 37 Dollar erhöht haben, beschließen wir den Besuch zu verkürzen.

Sonntag, 12.03.2017 – Siam Reap und Floating Village

Nach dem für ein angebliches 4 Sterne Hotel sehr kärglichem Frühstück fahren wir mit dem Moto-Tuktuk in die Stadt, um die geplanten Touren zu buchen. Es ist sehr heiß und wir versorgen uns in einem Supermarkt erst einmal mit Wasser. In einem Ticketbüro buchen wir dann alle drei geplanten Aktivitäten: für heute eine Tour zum Floating Village, für morgen die Angkor Wat Tour vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und für Dienstag unseren Transfer nach Pnomh Penh mit dem Bus. Nach einem weiteren Bummel durch die Stadt fahren wir wieder zurück zum Hotel. Um 14.00 Uhr  werden wir mit einem Minibus abgeholt, mit einer bunt gemischten Truppe wollen wir die Floating Villages besichtigen, auch wenn es sich dabei in der Trockenzeit eher um Dry Villages handelt. Zuerst fahren wir mit dem Bus durch eine langgezogene Ortschaft voller Stelzenhäuser, danach folgt erst mal eine ganze Zeit gar nichts bis wir den Fluss, der zum Tonle Sap führt, erreichen. Wir steigen um auf ein einfaches Holzboot und fahren auf einer dreckigbraunen Brühe weiter, bis wir endlich das Dorf erreichen. Die Häuser sind auf mindestens 6-8 m langen Stelzen gebaut und stehen einige Meter über der jetzigen Wasseroberfläche – bei Regenzeit steigt der Wasserspiegel um ca. 10 m an – dann sind die Häuser nur noch mit dem Boot zu erreichen. Nach einiger Zeit legt das Boot an, unser Guide weist uns darauf hin, dass wir auf keinen Fall bei den umhergehenden Frauen etwas kaufen sollen – diese stehen schon an der Anlegestelle bereit und bieten Schulhefte und Stifte an, die wir für ihre Kinder bezahlen sollen. Sicherlich sind die Bewohner diese Touristenbesuche schon lange gewohnt, trotzdem kommen unsere mitgebrachten Tütchen mit Süßigkeiten seht gut bei den kleinsten Dorfbewohnern an. Ein Teil der Tourgebühren fließt auch in edukative Projekte wie kostenfreie Schulen für die Kinder oder Englischunterricht.

Die Leute hier leben auf ärmlichen Niveau, sind aber uns gegenüber sehr freundlich und aufgeschlossen.

Nach der Besichtigung besteigen wir wieder das Boot und fahren auf den See Tonle Sap, ein Süßwassersee mit jetzt 2500 qm, der in der Regenzeit auf 13000 qm anwächst und das gesamte Gebiet mit Wasser versorgt. Außerdem ist er extrem nährstoffreich und versorgt die Bewohner mit Fischen.

Auf dem See legen wir an einem schwimmenden Restaurant an, um uns die Zeit bis zum Sonnenuntergang zu vertreiben. Danach geht es  wieder zurück, wir erreichen Siam Reap  um kurz nach 19 Uhr und steigen an der Pub Street aus, um noch etwas zu Abend zu essen. Danach geht es zurück zum Hotel, schließlich klingelt unser Wecker morgen früh schon um kurz vor 4.00 Uhr, damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang bei den Tempeln sind. 

Montag, 13.03.2017 – Angkor Wat

Um 3.45 Uhr klingelt der Wecker – eine wahrhaft unchristliche Zeit. Aber da wir um 4.30 Uhr abgeholt werden sollen, bleibt uns nicht mal Gelegenheit für ein Frühstück, wir haben deshalb am Vorabend bereits Breakfast Boxes bestellt, die jetzt an der Rezeption für uns bereitliegen. Unser Fahrer verspätet sich leider, so dass wir schon Befürchtungen haben, er hätte uns vergessen. 15 Minuten später erscheint er dann aber doch und fährt uns zuallererst zum Ticket Office. Zusammen mit vielen anderen Touris stehen wir nun in einer der Schlangen für das 1-Tages-Ticket. Es dauert seine geraume Zeit, bis wir endlich vorne stehen, denn von jeder Person wird ein Bild aufgenommen und auf dem Ticket aufgedruckt. Schließlich halten wir es in den Händen und können losfahren zum Angkor Wat, um dort den Sonnenaufgang anzusehen. Alle haben sich am Rand des Wassergrabens gegenüber versammelt. Die Sonne geht genau hinter dem Tempel auf und spiegelt sich dann wunderschön in der Wasseroberfläche. Nach dem Sonnenaufgang erkunden wir dann den berühmten Angkor Wat Tempel. Um 7.00 Uhr sind wir zurück bei unserem Fahrer und fahren zur nächsten Station, dem Angkor Thom-Komplex. Da dieser erst um 7.30 Uhr öffnet verzehren wir unser kärgliches Hotelfrühstück, bestehend aus trockenem Toastbrot und Hörnchen und zwei hartgekochten Eiern sowie eine Butter – nicht einmal zu einem Marmeladepäckchen hat es anscheinend gereicht.

Gestärkt  sind wir trotzdem und erkunden dann die Hauptsehenswürdigkeiten in der Angkor Thom-Anlage: die Stadttore, den Bayon Komplex mit den Gesichtertürmen, die Elefantenterrasse und die Terrasse des Leprakönigs. Zur Mittagszeit sind wir dann in der gottseidank schattigen Anlage des Ta Prohm – jener Tempel der von gewaltigen Baumwurzeln überwuchert wird und vielen aus einer Szene in Tomb Raider bekannt sein dürfte.

Weiter geht es dann mit dem Preah Khan-Tempel, dieser erscheint mit seinen gewaltigen Korridoren fast wie ein Spiegelpalast. Leider finden wir nicht den Nordausgang, wie uns unser Fahrer empfohlen hat und kommen am Westeingang heraus – das bedeutet, wir müssen um den halben Komplex herumlaufen, um unseren Fahrer zu finden. Ein anderer Fahrer, der gerade seine Gäste abgeliefert hat bekommt das mit und nimmt uns freundlicherweise ¨for free¨ mit – wieder ein Beispiel für die Freundlichkeit der Vietnamesen.

Unser Fahrer empfängt uns wieder mit eisgekühltem Wasser. Jetzt steht uns eine längere Fahrt zum über 30 km entfernten Banteay Srey-Tempel bevor. Dieser auch Ladytempel genannte Komplex mit seinen vielen Inschriften ist bemerkenswert gut erhalten.

Nun haben wir aber genug gesehen von den Tempeln und sind im Nachhinein froh, kein mehrtägiges Ticket wie ursprünglich geplant genommen zu haben. Eigentlich wollten wir noch den Sonnenuntergang bei einem der Tempel anschauen, müssten aber bis dahin noch ca. 3 Stunden warten – das ist uns eindeutig zu lange und wir kehren in unser Hotel zurück, wo wir den Nachmittag am schönen Pool verbringen.

Abends machen wir uns noch einmal auf in die Pub Street, um die Happy Hour und das Khmer Essen in einem der vielen Lokale zu genießen. Heute fliegen unwahrscheinlich viele Mücken umher, wie uns die Bedienung erklärt ein Zeichen, dass es bald regnet….

Dienstag 14.03.2017 – Fahrt nach Pnomh Penh

Heute fahren wir mit dem Bus nach Pnomh Penh. Gebucht hatten wir einen Bus mit nur drei Sitzen in der Reihe und free Wifi – als wir dort ankommen steht allerdings ein völlig normaler, noch dazu alter und klappriger Bus da, nix da mit Ledersitzen und free Wifi. Gottseidank funktioniert wenigstens die Klimaanlage,  und irgendwie gehen die 6,5 Stunden Fahrt dann doch herum.

In Pnomh Penh fahren wir mit dem Tuktuk zum Hotel Okay Boutique,  welches ganz versteckt in einer kleinen Seitengasse in der Nähe des Royal Palace liegt, von unserem Zimmer im 9.Stock haben wir einen tollen Ausblick darauf. Überhaupt ist  das Hotel innen sehr ansprechend eingerichtet und gefällt uns sehr. Der Pool mit Bar auf der Dachterrasse im 14.Stock sieht sehr einladend aus, zuerst machen wir aber noch einen Spaziergang durch die Umgebung zum königlichen Palast und zum Wat Pnohm, dem Gründungsort der Stadt. In einem Lokal am Fluss nehmen wir unser Abendessen ein, dann aber gehen wir auf die wunderschöne Dachterrasse des Hotels.

Mittwoch, 15.03.2017 – Pnohm Penh

Nach dem Frühstück heuern wir einen der Tuktuk-Fahrer an, die vor dem Hotel warten, und fahren mit ihm hinaus zu den Killing Fields. Diese liegen ca. 15 km südöstlich der Stadt und so fahren wir 45 Min. durch die staubigen, heißen Straßen. Man bekommt aufgrund des Staubes und der Abgase sehr schlecht Luft, das bekomme vor allem ich mit meinem Asthma zu spüren – eine Fahrt mit dem Taxi wäre in diesem Fall besser gewesen.

Bei den Killing Fields (Eintritt 6 $ inkl. Audioguide, auch auf deutsch) handelt es sich um ein Gedenkzentrum anlässlich des grausamen Völkermordes durch die Roten Khmer  unter der Führung von Pol Pot von 1975 bis 1979. Choeung Ek ist das bekannteste der über 300 Killing Fields in ganz Kambodscha, es ist erschreckend wie sich die Geschichte wiederholt, man denkt sofort an die Konzentrationslager in Deutschland während dem zweiten Weltkrieg

Von der Gedenkstätte fahren wir wieder in das Hotel zurück und verbringen den weiteren Nachmittag am Pool. Hier lässt sich die Hitze aushalten, oben auf der Dachterrasse weht immer ein leichter Wind.

Abends gehen wir zu Davids – ein Restaurant mit frisch hergestellten Nudeln: fast schon artistisch wird vom Koch jede Nudelportion frisch hergestellt, er zieht dabei beim Kneten des Teiges und Formen der Nudeln eine richtige Show ab. Und gut schmecken tut es obendrein, auch die Dumblings sind hervorragend. Wir bummeln noch ein wenig durch die Straßen mit vielen Kneipen und Backpackerhostels, dann genießen wir unseren Absacker auf der Dachterrasse in unserem Hotel.

Donnerstag, 16.03.2017 – Mit dem Schnellboot nach Vietnam

Unseren heutigen Transfer zurück nach Vietnam haben wir bei Mekong Eyes in Verbindung mit einer kleinen Flusskreuzfahrt gebucht. Um 11.30 Uhr werden wir am Hotel abgeholt und zum Pier gebracht. Nach einer kurzen Wartezeit – wir erhalten hier ein herrlich frisches eisgekühltes Tuch mit Menthol zur Erfrischung – können wir in unser Schnellboot einsteigen. Nur ein weiteres Ehepaar aus Tasmanien ist mit an Bord, obwohl dieses für 12 Personen Platz hätte. Drei Stunden soll die Fahrt bis zur Grenze nach Vietnam dauern, wir erhalten Getränke, Obst und Sandwiches und genießen draußen den Blick auf die Ufer des Mekong. Pünktlich kommen wir zuerst an der kambodschanischen Grenze an, müssen das Boot verlassen und unseren Ausreisestempel in den Pass machen lassen. Danach geht es ein kurzes Stück wieder weiter bis zur vietnamesischen Grenze. So einen abenteuerlichen Grenzübergang habe ich auch noch nicht gesehen, wieder müssen wir das Boot verlassen und über eine Hühnerleiter die Grenzstation betreten. Das Procedere geht aber schnell vonstatten, von der veranschlagten Stunde für die Formalitäten haben wir nur 30 Minuten gebraucht – wir waren ja auch nur zu viert. Die weitere Stunde Fahrt bis nach Chau Doc vergeht wie im Fluge und um 16.30 Uhr erreichen wir unser Hotel Victoria, welches direkt am Fluss liegt und somit auch ein eigenes Pier hat. Zwischen Hotel und Fluss liegt ein schöner Pool, die Erfrischung tut jetzt sehr gut.

Nach der Dusche erkunden wir zuerst den Ort mit seinem Night Market, es ist aber ziemlich dreckig hier, uns gefällt es nicht so. Da uns das hauseigene Restaurant im Hotel eine Nummer zu hoch angesiedelt ist, gehen wir gleich gegenüber ins Mekong Restaurant und können hier zu gewohnt günstigen Preisen vietnamesisch essen.

Freitag, 17.03.2017 – Fahrt durch das Mekong-Delta

Nach einem wunderbaren Frühstück auf der Terrasse des Hotels mit Blick auf den morgendlichen Fluss werden wir um 8.00 Uhr mit einem Minivan, den wir mal wieder ganz für uns alleine haben, abgeholt und nach Can Tho gefahren. Dort steigen wir um auf unser gebuchtes Schiff Mekong Eyes – um das Schiff zu erreichen müssen wir allerdings über eine 20 cm breite Holzplanke in ca. 5 m Höhe über dem Wasser gehen – für mich Angsthasen halten die Angestellten dann extra noch ein Geländer hin 😉

Das Schiff hat sowohl ein Sonnendeck mit Liegen als auch ein schattiges Oberdeck mit Stühlen, hier machen wir es uns nach dem Bezug unserer Kabine gemütlich. Es ist herrlich entspannend,, durch die Arme und Kanäle des Mekong zu fahren und die fantastischen Eindrücke  zu genießen: die üppige Vegetation, kleine Kanälchen und den vielfältigen Alltag der Leute im Mekong-Delta.

Natürlich gibt es auch wieder einen tollen mehrgängigen Lunch mit allerlei Köstlichkeiten. Nachmittags stoppen wir noch an einem kleinen Fischerdorf und bekommen dort die Flora und Fauna erklärt. Den Sonnenuntergang genießen wir mit einem Drink auf dem Sonnendeck, einfach herrlich.

Zum Dinner gibt es u.a. Lotuswurzelsalat, Calamari mit Ingwer und Zwiebeln, Catfish und Bok Choi mit Knoblauch – einfach lecker!

Samstag, 18.03.2017- Cai Be und Ho Chi Minh City

Zu Sonnenaufgang nimmt das Schiff wieder seine Fahrt auf und wir sehen beim Frühstück auf dem Oberdeck zu, wie das Delta zu neuem Leben erwacht. In Cai Be steigen wir dann jeweils zu zweit auf einen Sampan um und werden durch kleine Seitenarme des Mekongs gerudert. Mit einem größeren motorisierten Holzboot geht es dann weiter zu den schwimmenden Märkten von Cai Be, hier können wir von den vielen verschiedenen Tropenfrüchten nach Herzenslust probieren.

Danach ist es leider schon wieder Zeit, sich vom Mekong-Delta zu verabschieden. Mit einem Minivan geht es zurück, das Mittagessen nehmen wir im Mekong Rest-Stop ein – eine riesige Anlage, die aber hervorragendes Essen serviert. Um 15.00 Uhr treffen wir schon in unserem Hotel in Saigon ein, somit haben wir auch heute schon Zeit, etwas die Stadt zu erkunden. Ho Chi Minh City ist fast noch quirliger als Hanoi, es gibt auf über 90 Millionen Einwohner auch über 50 Millionen Mopeds – das hört und riecht man. Wir besuchen zuerst den Ben Thanh Market, dann laufen wir bis zum Bitexco Financial Tower, gehen hoch in die Sky Bar im 52. Stock und genießen dort unseren Happy Hour Cocktail. Nach der Dusche im Hotel geht es weiter – die nächste Rooftop Bar im AB Tower wartet schon – man wird dort allerdings nur mit langer Hose und ordentlichen Schuhen – also keine Flipflops – hereingelassen. Wir wussten das gottseidank im Voraus und es gibt keine Probleme. Von dort oben hat man einen herrlichen Ausblick auf das nächtliche Saigon. Schön, dass wir uns hier mit unserer Tochter und ihrer Freundin treffen können, die als Backpacker in Vietnam unterwegs sind, und wir verbringen einen sehr netten Abend. Unser Abendessen nehmen wir in der quirligen Backpackerviertel im Restaurant Royal Saigon ein, den Absacker gibt’s in der hoteleigenen Skybar 😉

Sonntag, 19.03.2017 – Ho Chi Minh City

Heute können wir einmal wieder ausschlafen und dann das herrliche Hotelfrühstück oben in der Skybar genießen. Zum Shoppen gehen wir noch einmal kurz in den Ben Thanh Markt, dann werden wir um 1.30 Uhr von einer Studentin zur Stadtführung abgeholt, diese Tour haben wir vorab über Saigon Hotpot gebucht.

Zuerst laufen wir zum Independence Palast, das ist ein ganz schönes Stück  zu Fuß und auf dem Weg fragt uns die Studentin Löcher in den Bauch über Deutschland – meine Englischkenntnisse werden ganz schön strapaziert. Aber es ist sehr unterhaltsam, und im Palast selbst entschädigt uns dann die Studentin mit ihrem Wissen und erzählt uns einiges über den jetzt genannten Wiedervereinigungspalast. Als wir mit der Besichtigung fertig sind, ist es Zeit für eine kleine Kaffeepause, danach schauen wir uns noch die Basilika Notre Dame und das General Post Office an.

Für den weiteren Weg zur Jade Emperor Pagode nehmen wir uns ein Taxi. Dieser Besuch ist sehr interessant, die Pagode ist in mehrere Einzelräume aufgeteilt, in einem davon beten Frauen für ihren Kinderwunsch – auf der rechten Seite des Altares für ein Mädchen, auf er linken Seite für einen Jungen. Unsere Führerin erzählt uns, dass sich die meisten Frauen hier ein Mädchen wünschen. Im Außenbereich befindet sich noch ein Teich mit vielen Schildkröten. Besonders stolz weist sie auch darauf hin, dass 2016 auch Barack Obama diese Pagode besuchte.

Danach ist die Stadtführung zu Ende – uns reicht es auch mit Besichtigungen und nach einer Erfrischung im Hotel gehen wir wieder in die nahegelegene Backpackerstreet, um im selben Lokal wie gestern zu Abend zu essen. Danach gehen wir wieder in unsere Skybar im Hotel, einfach traumhaft, dieser Ausblick.

Montag, 20.03.2017 Flug nach Phu Quoc

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen, auf 11.00 Uhr ist das Taxi zum Flughafen bestellt. Unser Flug geht pünktlich um 13.40 Uhr und nach nur 35 Minuten reiner Flugzeit kommen wir schon auf Phu Quoc, der größten vietnamesischen Insel, an. Unser Hotel Richis Beach Resort holt uns mit dem Shuttlebus ab, nach dem Einchecken gehen wir natürlich zuerst an den Strand. Das Wasser hat Badewannentemperatur, sehr erholsam, aber nicht sehr erfrischend. Als wir danach den Hotelpool testen, ist dieser noch wärmer – zu warm, um richtig zu schwimmen….

Als nächstes machen wir uns auf, den Ort zu erkunden. Viel gibt es auf den ersten Blick nicht zu sehen, wie befürchtet gibt es viele Baustellen oder zumindest Gelände die so aussehen. Pho Quoc befindet sich im Umbruch, der internationale Flughafen wurde gerade fertiggestellt und ein Hotel nach dem anderen schießt aus dem Boden. Gottseidank ist z.Zt. zumindest kein Baulärm, vielleicht ruhen wegen der großen Hitze gerade die Baustellen. In einem Lokal, der uns vom Restaurantbesitzer in HCMC empfohlen wurde, testen wir die Frühlingsrollen, sie schmecken zwar ganz gut, aber nicht zu vergleichen mit denen auf dem Festland – und dann werden sie auch noch mit Ketchup serviert — so langsam begreifen wir, dass es hier mit dem typisch vietnamesischen nicht mehr viel auf sich hat. Wenigstens der Gin Tonic schmeckt….

Wir beschließen, von der Hauptstraße weg Richtung Strand zu gehen – und tatsächlich werden wir hier fündig, in der Sunset Beach Bar direkt am Beer gibt es leckere Cocktails und am Wasser weht ein laues Lüftchen – hier lässt es sich aushalten.

Dienstag, 21.03.2017 Phu Quoc

Jetzt haben wir Urlaub ohne Termine – das bedeutet, es wird kein Wecker gestellt. Wir lassen uns mit dem Frühstück auf der Restaurantterrasse im 1.Stock so richtig Zeit, dann laufen wir ein wenig am Strand entlang. Leider ist dieser recht schmal und geht ziemlich abrupt ins Wasser über, so richtig schön entlanglaufen kann man da nicht. Wir verbringen  den Tag am Strand und am Pool, abends gehen wir dann zum Night Market in Duong Dong. Wie in Vietnam üblich, ist alles sehr bunt beleuchtet, es reiht sich ein Stand an den anderen, vor allem sind es Restaurants mit einem großen Angebot an frischem Fisch. Wir wollen heute den typisch vietnamesischen Hotpot probieren – ein Suppentopf, in dem Gemüse und Fleisch oder Seafood geschmort wird und jeder sich davon bedient. Wir nehmen die gemischte Variante, er beinhaltet Prawns, Krabben, Fisch, Geflügel und Tintenfisch und  schmeckt sehr sehr lecker. Pappsatt fahren wir mit dem Taxi zurück zu unserem Hotel, den Absacker nehmen wir wieder in der Sunset Beach Bar nebenan.

Mittwoch, 22.03.2017 und Donnerstag 23.03.2017 Phu Quoc

Auch heute ist wieder relaxen pur angesagt, wir verbringen den Tag am Meer, heute kommt es uns ein wenig erfrischender vor – entweder haben wir uns daran gewöhnt oder es kommt irgendeine frischere Strömung an. Auch heute gehen wir abends wieder zum Night Market in Duong Dong – diesmal essen wir gegrillten Fisch und sind ebenfalls wieder begeistert. Das gleiche Programm machen wir am Donnerstag, uns ist es zu heiß für eine Besichtigung. Man könnte zwar im Süden der Insel einen wunderschönen Strand besuchen, aber uns reicht der Aufenthalt hier.

Freitag, 24.03.2017 Über Ho Chi Minh City nach Frankfurt

Heute ist unser Abreisetag, unser Zimmer müssen wir bis 12.00 Uhr verlassen. Den Vormittag verbringen wir noch am Strand, nach dem Auschecken besuche ich für zwei Stunden das Spa auf der gegenüberliegenden Straßenseite, für umgerechnet ca. 12 Euro erhalte ich Maniküre, Pediküre und lasse mir die Haare waschen und trocknen. Zum Abschluss genießen wir in der Hotelbar am Strand noch einen Gin Tonic bzw. ein Bier, dann werden wir um 16.00 Uhr vom Shuttle zum Flughafen gefahren. In Ho Chi Minh City haben wir 4 Stunden Aufenthalt, dann beginnt unser 12stündiger Flug zurück nach Hause. Da wir erst um 23.40 Uhr starten sind wir nach einiger Zeit trotz des sehr holprigen Fluges müde genug, um ein paar Stunden zu schlafen. Um 6.00 Uhr landen wir im kalten Frankfurt und fahren mit dem Zug wieder nach Hause – ein abwechslungsreicher Urlaub geht zu Ende.

Fazit:

Vietnam ist ein offenes, im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern bereits ziemlich westlich orientiertes Land, überall während unserer Rundreise trafen wir auf interessierte, hilfsbereite und offene Menschen. Besonders gut gefallen hat uns die Vielfältigkeit der Speisen – und das zu äußerst günstigen Preisen, auch wenn wir fast nie direkt auf der Straße gegessen haben, sondern immer kleine Restaurants aufsuchten. Auch den Abstecher nach Kambodscha würden wir wieder so planen, auch wenn wir jetzt gerade zur heißesten Jahreszeit unterwegs waren. Ein besonderes Highlight für uns war auch die Schiffsreise durch das Mekong-Delta